Besuch im Museum des Paulus-Hauses

Orte:

Museum im Paulus-Haus

Öffnungszeiten:

Montag-Freitag 9.00-17.00 Uhr.

Tour:

Eine Führung im Museum des Paulus-Hauses können Sie hier verabreden.

Die Modelle von Conrad Schick

Seit den 40er Jahren des 19. Jh. lebte und arbeitete der protestantische Missionar Conrad Schick in Jerusalem. Als er 1901 hochgeachtet in dieser Stadt starb, hatte sich der ausgebildete Handwerker als Autodidakt erstaunliche Kenntnisse über die Topographie und Geschichte der Stadt erworben und galt als der beste Kenner ihrer Archäologie zu seiner Zeit. „Bruder Geschickt“, wie ihn Zeitgenossen wegen seiner handwerklichen Fertigkeiten nannten, stellte schon früh Modelle des in der Bibel beschriebenen Zeltheiligtums der Israeliten und von Bauten der Heiligen Stadt her. So erhielt er den Auftrag, in einer Epoche, als die Photographie gerade erst begann, für den ottomanischen Pavilion auf der Weltausstellung in Wien 1873 jeweils ein Modell des Haram ash-Sharif, des muslimischen „noblen Heiligtums“ auf dem jüdischen Tempelberg, und des Felsendoms anzufertigen. Das öffnete ihm, für einen Christen damals ungewöhnlich, den Zugang zum Haram mit allen seinen Gebäuden, auch den unterirdischen Treppenanlagen, Unterbauten und Zisternen, die er in den kommenden Jahren intensiv erforschte.

War Schick mit seinem regen historischen und archäologischen Interesse ein Kind seiner Zeit, zeigen seine Modelle vom Tempelplatz, in denen er seine historischen Einsichten veranschaulichte, einen bemerkenswerten Weitblick. Der tiefgläubige Christ hielt nicht nur einen bestimmten, in der Zeit eingefrorenen Zustand dieses so bemerkenswerten Ortes für wesentlich, sondern interessierte sich für die lange Dauer seiner historischen Entwicklung, die bis heute Heiligtümer von drei, eigentlich sogar vier Religionen umfasst. Das wollte er mit seinen Modellen, die trotz ihrer Größe zerlegbar und transportabel waren, einem breiten Publikum vorstellen, nicht nur vor Ort in Jerusalem, sondern ebenso in Europa und Amerika. Die beiden Modelle im Paulus-Haus, vermutlich die einzig erhaltenen, nicht mehr ganz vollständigen Kopien von zwei Originalen, die Schick 1885 fertigstellte, ergänzen einander: Eines zeigt die Geschichte des israelitischen bzw. jüdischen Tempels, das andere die Entwicklung des heiligen Ortes nach der Zerstörung des Tempels durch die Römer 70 n.Chr. bis in die Gegenwart Conrad Schicks.

Ihr Schöpfer visualisierte den historischen Prozess durch einige austauschbare Teile, die die Hauptgebäude in verschiedenen Epochen zeigen. Durch das Abheben einzelner Modellteile werden die Topographie und die unterirdischen Anlagen des Geländes sichtbar, damals wie heute für die meisten unzugänglich. Die Modelle stellen weniger in sich völlig stimmige Bilder vor Augen als eine Entwicklung, die Schick selbst und andere nach ihm an den Modellen vorführen und erklären konnten. Auch wenn viele Annahmen, die diesen historischen Modellen des 19. Jh. zugrunde liegen, heute korrigiert werden müssen, haben Schicks Aufnahme und Darstellung des Untergrunds nach wie vor große wissenschaftliche Bedeutung für die Erforschung des alten Tempelplatzes und seine Modelle führen den faszinierenden religionsgeschichtlichen Wandel und die damit verbundenen Traditionen beeindruckend vor Augen, die zu diesem so umstrittenen Ort wesentlich gehören.

Die Modelle wurden digitalisiert, da sie aus konservatorischen Gründen nicht mehr verändert werden sollen. Das erlaubt es uns bald, eine virtuelle Reise durch die Geschichte zu unternehmen.

 

Das Modell des Ersten und Zweiten Tempels

Salomonischer Tempel

Der Erste, von Salomo errichtete Tempel des israelitischen Jerusalem lag auf einer Kuppe des Nordost-Hügels, die im Norden vom Bezeta-Tal begrenzt wird. Die allem zugrunde liegende Topographie und die dem Besucher verborgenen Zisternen aus späterer Zeit zeigt das Modell als unterste Schicht. Schick lokalisierte auf dem Heiligen Felsen, den heute der Felsendom überwölbt, dem „Gründungsstein“ des Judentums, der Brandopferaltar des Tempels, dessen Tradition er (ohne das im Modell darzustellen) auf den Altar Davids und davor den Abrahams für das Isaaks-Opfer zurückführte.

 

Wesentliche Grundlage für alle Rekonstruktionen des Salomonischen Tempels, historische und moderne, ist seine Beschreibung in den biblischen Königsbüchern, mit der sich Schick intensiv beschäftigt hat. Damit verknüpfte Schick, der auch als Bauinspektor und Architekt tätig war, häufig praktische Überlegungen und architektonische Analogien. So verstand er die Vorhalle des Tempels, den Ulam, als nischenartigen, gewölbten Vorbau nach Art eines orientalischen Iwan, wie er ihn aus Jerusalem kannte. Ganz richtig interpretierte er die in der Bibel beschriebenen Bauteile Jachin und Boaz als vor dem Tempelgebäude frei stehende Säulen. Das Tempelhaus, den Hechal, mit dem davon abgetrennten, nicht zugänglichen Allerheiligsten, stellte er mit seiner Kultausstattung dar: Leuchter, Räucheraltar und Schaubrotetisch, die dem priesterlichen Dienst an der im Allerheiligsten unsichtbar gegenwärtigen Gottheit dienten. Das ist die eigentliche Bedeutung des Tempels: Er ist Ort der kultischen Gegenwart des Gottes Israels. Das Exodus-Buch bringt das zum Ausdruck: „Sie sollen mir ein Heiligtum machen! Dann werde ich in ihrer Mitte wohnen.“ (Ex 25,8) Ungewöhnlich ist Schicks Annahme eines Obergemachs über dem Tempelraum – weshalb das Gebäude so hoch ist – für die dort aufgeschlagene „Stiftshütte“, das biblische Zeltheiligtum des Wüstenzugs der Israeliten.

Schick ging davon aus, dass die salomonische Tempelanlage schon weitgehend der herodianischen entsprochen habe und gestaltete sie deshalb nach Angaben des jüdischen Historikers Flavius Josephus und des Talmudtraktats Middot „Maße“. Seine beiden Modelle des salomonischen und des herodianischen Tempels ähneln sich deshalb stark. Unterschiede ergaben sich für Schick v.a. im Norden und Süden der Tempelplattform, die er in ihrer ursprünglichen, etwas kleineren Form – Josephus folgend – schon Salomo zuschrieb.

Nördlich des Tempels zeigt das Modell eine alte Tempelburg mit den (aus dem Esra/Nehemiabuch (3,1) bekannten) Türmen Hananel und Mea (Turm der Hundert), die durch das Bezeta-Tal vom Tempelplatz getrennt ist, sowie die Stadtmauer, die dorthin führte. Diese Anlage entwarf Schick als Vorgängerin aller späteren Befestigungen zum Schutz oder zur Kontrolle des Tempels: der „Bira“ Nehemias, der „Akra“ der Seleukiden, der „Baris“ der Hasmonäer bis zur Burg „Antonia“ des Herodes, die das Modell dann auf derselben Anhöhe zeigt.

Im Süden schließt eine Säulenhalle das Salomonische Tempelgelände ab. Darunter liegen die Gebäude des Palastes Salomos, die zum Teil in der Bibel beschrieben werden (Im Modell des Paulus-Hauses sind sie leider nicht mehr alle erhalten): (von West nach Ost) das Haus vom Walde Libanon (vorhanden), von dem eine Brücke nach Westen zur Oberstadt führt (die auf dem Westhügel allerdings erst lange nach der Zeit Salomos entstanden ist), das Gerichts- und Throngebäude Salomos (verloren?) und sein Wohnpalast (verloren?). Zwischen ihnen führen vom Doppel- und Dreiertor als Eingänge in den Palastbereich Straßen zum Tempelgelände hinauf. Unterhalb der Toranlagen zeigt das Modell rechts und links der Straßen einzelne überwölbte Räume als Häuser des „Ophel“ genannten Stadtteils. Westlich davon lokalisierte Schick den sog. „Millo“ „Aufschüttung“ mit einem großen Gebäude darauf (vorhanden). Grund für diese Rekonstruktion war der auffällige Winkel der ottomanischen Altstadtmauer, die hier auf die Tempelterrasse stößt und Schick zufolge in ihren unteren Lagen nichts anderes als der salomonische Millo ist.

 

Serubbabels Tempel

Zerstört wurde der Erste Tempel im Jahr 587 v.Chr. durch die Babylonier – eine in die Geschichte Israels bzw. Judas zutiefst einschneidende Katastrophenerfahrung, die auch mit dem Verlust der Eigenstaatlichkeit und dem Ende des davidischen Königums verbunden war. Im Modell sollte das durch das Wegnehmen der Palastgebäude Salomos, der südlichen Säulenhalle sowie des Tempelgebäudes veranschaulicht werden. An die Stelle des Tempelgebäudes Salomos tritt dann das einfachere und niedrigere Heiligtum des Serubbabel, der Zweite Tempel (vorhanden), was einen Neuanfang nach dem babylonischen Exil zu Beginn der Perserzeit bedeutet (Ende des 6. Jh. v.Chr.).

 

Der herodianische Tempel

Die nächste markante Stufe im Modell Schicks sind die Baumaßnahmen, die Herodes ab 20 v.Chr. auf dem Tempelberg durchführen ließ. Josephus berichtet, dass er das Tempelgebäude in seiner alten Gestalt und Pracht wiederherstellen ließ, weshalb sich der Herodianische Tempel im Modell Schicks nur in einem Detail der Fassade vom Salomonischen unterscheidet.

Die Darstellung der komplexen Anlage basiert im wesentlichen auf der Beschreibung des Josephus, der den herodianischen Tempel noch als jüdischer Priester vor dessen Zerstörung kannte sowie auf der Erinnerung der Mischna bzw. des Talmud an diesen Tempel: unmittelbar um das Tempelgebäude der „Vorhof der Priester“ mit dem Brandopferaltar, davor der „Vorhof der Männer“, östlich von beiden, baulich deutlich abgetrennt, der „Vorhof der Frauen“, die die jeweiligen Bereiche zunehmender Heiligkeit nur unter der sorgfältigen Beachtung aller Reinigungsregeln betreten durften. In der nachexilischen Zeit Judas, in der das Judentum entstand, bildete der Tempel als Ort der Gegenwart des heiligen Gottes das Zentrum, von dem im priesterlichen Sühnekult vom Tempel Versöhnung ausging und in dessen System gestufter Heiligkeit und Reinheit das ganze Volk einbezogen war. Zu ihm strömten an den drei großen Festen Tausende von Wallfahrern.

Den inneren Bereich des Heiligtums fasste Schick – hier macht sich der Architekt bemerkbar – mit großzügigen Gebäuden ein, denen er eine Vielzahl konkreter Funktionen, v.a. für die Priesterschaft und den Kult zuwies. Auf einer schmalen umlaufenden Terrasse grenzte eine Schranke diesen Bezirk ab, die Nichtjuden bei Androhung der Todesstrafe nicht übertreten durften, wovor in griechischer und lateinischer Sprache abgefasste Tafeln warnten. Außerhalb davon lag der „Vorhof der Heiden“.

Bedeutendere Veränderungen durch Herodes stellte Schick – im Einklang mit der Beschreibung des Josephus – in den nördlichen und südlichen Außenbereichen der alten Tempelanlage dar: im Süden die Erweiterung der Tempelterrasse im Areal des alten Königspalastes, von dem nun Teile innerhalb der Terrasse lagen (die Gewölbe unterhalb der sog. „Ställe Salomos“; die turmartig abgesetzte Südostecke der Tempelterrasse galt Schick als Turm der Palastanlage Salomos), und die Errichtung der großen dreischiffigen Basilika an der Stelle der zerstörten salomonischen Säulenhalle. Damit wurden das Doppel- und das Dreiertor ein Bestandteil der südlichen Terrassenmauer und die von dort zum Tempel hinaufführenden Straßen zu unterirdischen Zugängen, die hinter der Halle auf die Tempelterrasse mündeten. Auf dem „Millo“ platzierte Schick das Hippodrom, die Rennbahn, die Josephus zufolge an der Südseite des Tempels lag (Bell. 2, 3.1). Dort vermutete er auch – wegen der halbkreisförmigen Böschung des Geländes – das Theater (Ant. 15, 8.1), stellte es anscheinend aber nicht in Modell dar.

Im Norden überbaute Herodes Schick zufolge das Bezeta-Tal. An die Stelle der „Baris“ der Hasmonäer tritt in seinem Modell die von Flavius Josephus als rechteckige Anlage mit vier mächtigen Türmen beschriebene Burg Antonia, benannt nach Marcus Antonius, der bis zu seiner Niederlage gegen Octavian 31 v.Chr. den Osten des römischen Reichs beherrschte. Die Festung, in der das hohepriesterliche Gewand unter Verschluss gehalten wurde, diente Herodes und den Römern zur Kontrolle des Tempels. Südlich und östlich davon rekonstruiert Schick große Höfe mit Säulenhallen, die er als Exerzier- und Marktplätze eher der Antonia als dem Tempelbezirk zurechnete. Heute geht man davon aus, dass die Tempelterrasse unter Herodes bis unmittelbar an den Antoniafelsen heranreichte, auf dem die gleichnamige Burg stand.

Diese prächtige Anlage wurde im Jahr 70 n.Chr. durch die Römer zerstört, was Conrad Schick in seinem zweiten Modell durch das Wegnehmen der wesentlichen Gebäude (v.a. Felsendom und Aqsa-Moschee) zeigte.

 

Das Modell des Haram sah-Sharif

Der Jupiter-Tempel Hadrians

In den 30er Jahren des 2. Jh. n.Chr. gründete der römische Kaiser Hadrian an der Stelle Jerusalems die nach seinem Geschlecht benannte Stadt Aelia Capitolina. Der Kirchenlehrer Hieronymus und andere Autoren (Origenes; Pilger von Bordeaux) berichten, Hadrian habe eine Statue von sich auf dem alten Tempelplatz errichten lassen und es gibt Hinweise, dass sich dort auch der Jupitertempel der Stadt befand. Das vermutete auch Schick und stellte den Tempel – anscheinend angeregt durch die Gestalt des Felsendoms – als einen offenen Rundtempel mit einem inneren Kranz von zwölf Säulen dar, umgeben von einer niedrigen oktogonalen Einfassung. Das Kaiserstandbild unter einem Baldachin am Ort des heutigen Kettendoms, das man auf alten Photographien des Originalmodells sieht, ist im Modell des Paulus-Hauses nicht mehr erhalten.

Der Pilger von Bordeaux sah den Tempelplatz 333 n.Chr. in ruinösem Zustand und die Christen ließen den Tempelberg öde liegen, getreu der von Jesus im Neuen Testament überlieferten Verheißung über das jüdische Heiligtum: „Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen“ (Mt 23,38). Die kurze Episode unter Kaiser Julian im 4. Jh. n.Chr., der die alten Kulte im Römischen Reich wiederherstellen wollte – aus christlicher Sicht deshalb als „der Abtrünnige“ bezeichnet – und der auch eine Wiedererrichtung des jüdischen Tempels erlaubt habe, hinterließ keine Spuren auf dem Tempelberg oder in Schicks Modell.

 

Die Kirchen Justinians

Die nächste Phase, die sich wieder in Schicks Modell abbildet, ist die des byzantinischen Kaisers Justinian im 6. Jh. Justinian selbst hat Jerusalem zwar nie besucht, in der Stadt aber zu Ehren Marias als „Gottesgebärerin“ (Theotokos) eine große fünfschiffige Basilika errichten lassen, die sog. Nea-Kirche. Das beschreibt der byzantinische Historiker Prokopios und berichtet von den dafür notwendigen gewaltigen Substruktionsmaßnahmen. Schick bezog das auf den Tempelberg und vermutete, dass die Nea-Kirche an dessen Südende errichtet wurde, mit der Apsis über die alte Terrassenmauer vorspringend, was eben die besagten Unterbauten nötig machte. An der von Schick angenommenen Stelle befindet sich noch heute eine mittelalterliche Bastion. Er vermutete weiter, dass Prokopios noch von anderen Gebäuden Justinians am alten Tempelplatz schrieb, neben dem später so genannten Goldenen Tor auch von einer der Hl. Weisheit geweihten Kirche an der Stelle des Jupitertempels Hadrians. Für sie habe man die zwölf inneren Säulen dieses Tempels weiterverwendet, nun in Verbindung mit vier Pfeilern, die oktogonale Einfassung zu Außenwänden mit Fenstern hochgezogen und so ein geschlossenes Kirchengebäude geschaffen. Darin sah Schick schon im wesentlichen das später als Felsendom bezeichnete Gebäude, so wie er die Nea-Kirche als Vorgängerbau der Aqsa-Moschee verstand. Allerdings legte schon die 1894 im jordanischen Madaba entdeckte Mosaikkarte des byzantinischen Jerusalem eine andere Lokalisierung der Nea-Kirche auf dem Westhügel nahe. Archäologisch gesichert wurde das durch Ausgrabungen 1967 im Jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt. Das schließt die Interpretation des Berichts Prokopios‘ durch Schick und folglich seine darauf basierende Rekonstruktion der justinianischen Kirchen auf dem Tempelberg aus.

 

Der Haram ash-Sharif

Schicks Vermutung, der muslimische Felsendom vom Ende des 7. Jh. sei – zumindest was die Architektur anbelangt – lediglich ein wenig tiefgreifender Umbau der Kirche Justinians, lässt sich also nicht aufrecht erhalten, auch wenn es sich dabei tatsächlich um ein Gebäude ganz in christlich-byzantinischer Formensprache handelt. Natürlich ging auch Schick davon aus, dass man seine Dekoration an die neue Bedeutung des Gebäudes als muslimischer Schrein des Hl. Felsens angepasst habe, an den nach wie vor alte jüdische – die Erschaffung der Welt und die Bindung Isaaks – aber auch neue muslimische Traditionen – die Himmelsreise des Propheten – geknüpft waren. Die Nea-Kirche wurde nach Schick zunächst in eine Moschee mit 15 Schiffen umgestaltet. Nachdem sie bei schweren Erdbeben Mitte und in der zweiten Hälfte des 8. Jh. stark beschädigt wurde, tritt im Modell Schicks an ihre Stelle die wesentlich kleinere, siebenschiffige Aqsa-Moschee, wie sie bis heute besteht. Diesen Zustand des Haram ash-Sharif zur Zeit Schicks mit dem Felsendom und der Aqsa-Moschee, dem Kettendom, seinen zahlreichen Gebetsplattformen, Brunnen, Minaretten und Gebäuden aus allen Zeiten der muslimischen Herrschaft zeigt das Modell. Es ist ein heiliger Ort des Islam, die erste Gebetsrichtung (nach Jerusalem), das zweitälteste Heiligtum (nach der in islamischer Tradition Abraham und seinem Sohn Ismael zugeschriebenen Gründung der Kaaba in Mekka) und die drittheiligste Stätte (nach Mekka und Medina). Die Entrückung des Propheten Mohammed an die weit entfernte Gebetsstätte (Il masjid il aqsa), von der die 17. Sure des Koran berichtet, hat – auch wenn nicht explizit genannt – von Anfang an Jerusalem im Blick. In der Prophetenüberlieferung wird diese Überlieferung zu einer Himmelreise Mohammed ausgestaltet, die er vom Heiligtum in Jerusalem aus unternommen hat.

Seit über einhundert Jahren bieten wir Reisenden einen gastfreundlichen Ort, um Jerusalem und seine heiligen Stätten zu besuchen. Unser Haus mit seiner ruhigen Atmosphäre in einem großzügigen historischen Ambiente ist selbst ein Teil der Geschichte Jerusalems. Direkt am Damaskustor der Altstadt gelegen, mit ihrem bunten orientalischen Leben, erreichen Sie die Erinnerungsorte der drei großen Weltreligionen in wenigen Minuten zu Fuß.

Cookies helfen uns dabei, das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.